Collegium vocale

Das Collegium vocale ist in der

Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK)

im Raum Rheinland-Westfalen beheimatet.

 

Die Sängerinnen und Sänger des Chores, altersgemischt, engagierte Schüler und Studierende ebenso wie erfahrene Kirchenmusiker und motivierte  Laien, kommen monatlich an Wochenenden zu Proben zusammen, um gemeinsam zu musizieren und sich fortzubilden,

um übergemeindliche Aufgaben, Geistliche Konzerte u.ä. vorzubereiten.

 

Der Schwerpunkt der Kantoreiarbeit liegt in der Erarbeitung anspruchsvoller Chormusik, meist a cappella, von der Renaissance bis zur Moderne, wobei die klangliche Seite der Chorarbeit und eine möglichst authentische Wiedergabe geistlicher Chormusik das Collegium vocale besonders interessieren.

 

Bisherige Höhepunkte in der Arbeit des Collegium vocale waren die mehrwöchigen erfolgreichen Konzertreisen in die USA u.a. mit Besuch von Gemeinden der Schwesternkirche (Missouri-Synod) 1995 und  1998, ein Konzert im Berliner Dom, große Chorkonzerte u.a. in der Abteikirche Kloster Kamp, den niederrheinischen Dorfkirchen Neukirchen, Vluyn, Sonsbeck und Alpen, der Ludgerikirche Duisburg, der Propsteikirche Bochum, der Kreuzkirche Witten, der Moerser Stadtkirche und im Xantener Dom.

 

Weitere Konzertreisen führten den Chor 2002 und 2004 in den Osten Deutschlands, nach Walkenried, Leipzig, Dresden, Cottbus und Guben und vom  2. – 6. Januar 2008 dank der Unterstützung des Auswärtigen Amtes und des Goethe-Institutes nach ROM, wo am Samstag vor Epiphanias (5.1.), in der deutschen ev.-luth. Christuskirche die Kantaten IV bis VI des Weihnachtsoratoriums erklangen.

Die zuletzt durchgeführte Fahrt (25.4 bis 1.5.2011) ging nach Lettland,

wo am 27.4. im großen Dom zu Riga u.a. Dvoraks Messe D-Dur in der Originalfassung für Chor und Orgel erklang. Die Orgel im Dom gehört zu den schönsten und größten der Welt. Hier musizieren zu dürfen bleibt ein nachhaltig schönes Erlebnis. Kirchenmusikalische Gottesdienst feierte man gemeinsam mit deutschen und lettischen Lutheranern in der Jesus- und der Lutherkirche.

 

Zum Repertoire des Chores zählen u.a. die großen Chorwerke Bachs,

die alle bereits mehrfach aufgeführt wurden, u.a. Weihnachtsoratorium, Magnificat, h-Moll-Messe, Johannes-Passion, Osteroratorium, zahlreiche Kantaten, Händels Messias, aber auch das Requiem von Joh. Brahms und die Oratorien PAULUS und ELIAS von Mendelssohn.

 

Instrumentale Partner des Chores sind insbesondere das Collegium instrumentale Rhein/Ruhr, das Orpheus-Ensemble-Dortmund,

das Kölner Barockensemble Nel Dolce (www.neldolce.de) sowie das Cölner Barock-Orchester (www.coelner­barock­orchester.de)

 

Aufführungen seit 2009

Im März 2009 musizierte das Collegium vocale mit dem Cölner Barock-Orchester Händels Messias gemäß historischer Aufführungspraxis.

Gegen Ende des Paulus-Jahres und anlässlich des 200. Geburtstages von Felix Mendelssohn Bartholdy erklang am 7. und 8. November 2009

in zwei viel beachteten Konzerten (Witten und St. Quirinus Neukirchen) sein Paulus-Oratorium.

 

Als Auftaktkonzert für RUHR.2010 und zur Eröffnung der

17. Internationalen Blechbläsertage musizierte der Chor am 10. Januar 2010 in der ev. Stadtkirche Moers die nachweihnachtlichen

Kantaten 4 – 6 aus dem Weihnachtsoratorium von J.S.Bach.

Ein weiterer Höhepunkt im RUHR.2010 – Jahr waren zwei Konzerte in Essen (24.4.) und in der Abteikirche Kloster Kamp in Kamp-Lintfort (25.4.) mit der Aufführung von Bachs Osteroratorium,

dem 4. Brandenburgischen Konzert und der Bach-Kantate Nr. 12 „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“. Instrumentaler Partner war erneut das Cölner Barock-Orchester.

Am Wochenende des 3. Advent 2010 (11./12.12.) gab es eine Advents-/Weihnachtsmusik unter dem Motto "Attendre la nuit" - Chor- und Instrumentalmusik aus Frankreich und anderen europäischen Ländern, gemeinsam mit dem Kölner Barockensemble  Nel dolce, in der ev.-luth. Epiphaniaskirche, Bochum-Hamme (Autobahnkirche) und in der ev. Dorfkirche Neukirchen.

 

Im April 2011 gab es eine einwöchige Konzertreise in die lettische Hauptstadt Riga mit Dvoraks Messe in D-Dur und Werken von Mendelssohn u.a. im großen Dom zu Riga (s.o.) und im Dezember

erneut das Weihnachtsoratorium (Kantaten 1-3) von Joh. Seb. Bach am Wochenende des 2. Advent in der ev. Stadtkirche in Ratingen und in der Dorfkirche Neukirchen-Vluyn.

 

Das Collegium vocale blickte in 2012 dankbar auf sein

30-jähriges Bestehen im Dienste der musica sacra zurück. Dieses besondere Jubiläum beging der Chor in einem Festkonzert unter dem Leitgedanken "Gott der Herr ist Sonn und Schild" an Michaelis

(29. September) in Witten, wobei zwei große Schützkonzerte ("Es erhub sich ein Streit vom Himmel" und " Danket dem Herren") und die Bach-Kantate BWV 79 im Mittelpunkt standen.

Es war ein großartiges und nachhaltig in Erinnerung bleibendes Konzert, an das sich eine kurzweilige Jubiläumsfeier mit Ehemaligen und Freunden anschloss.

 

Das Jahr 2013 stand ganz unter dem Zeichen der Vorbereitung auf das ELIAS-Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy. Dieses großartige Werk wurde am 28./29. September in zwei viel beachteten Konzerten in Radevormwald und in St. Quirinius Neukirchen mit jeweils knapp 100 Mitwirkenden zur Aufführung gebracht.

Das Jahr ging musikalisch für den Chor zu Ende mit dem Weihnachtskonzert "Eng(e)lische Weihnacht" am 2. Advent in der Dorfkirche Neukirchen.

 

Im Jahr 2014 wurden in unseren SELK-Gemeinden Köln und Radevormwald neue Orgeln eingeweiht. In den Einweihungskonzerten wirkte auch das Collegium vocale mit. Als Höhepunkt erklang jeweils, gemeinsam von Orgel und Chor vorgetragen, die D-Dur Messe von Antonin Dvorák.

Für das Collegium vocale und den Organisten waren diese beiden Konzerte mit besonderen Erinnerungen verknüpft. Sie sind eine Art „Riga-Revival“, denn die Ausführenden musizierten dieses Konzert im April 2011 während ihrer Konzertreise ins Baltikum im großen Dom zu Riga mit der berühmten Walcker-Orgel, einer der größten Orgeln des Kontinents.

Das Jahr klang aus mit einem Adventskonzert "Licht im Dunkel" in der Reihe der Epi-Konzerte, Bochum, die das Collegium seit Jahren mit gestaltet.

 

Das Jahr 2015 begann konzertant musikalisch mit zwei Aufführungen

des Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach am 3. Januar in Bochum und am 4. Januar in der Dorfkirche in Neukirchen-Vluyn. Wir musizierten die nachweihnachtlichen Kantaten 4 - 6, wieder gemeinsam mit dem Cölner Barockorchester. Ansonsten stand das Chorjahr 2015 ganz im Zeichen der Vorbereitungen auf das große Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart mit seinen Aufführungen am 14. November in Radevormwald und am 15. November in St. Quirinus, Neukirchen-Vluyn.

 

Im November 2016 musizierte der Chor in Bochum (Kreuzkirche) und in der ev. Dorfkirche Neukirchen im Rahmen des Chorkonzertes „In Zeit und Ewigkeit“ die Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz neben anderen großen Chorwerken, gemeinsam mit den Kölner Vokalsolisten und der Continuogruppe des Cölner Barockorchesters.

 

Im Jahr 2017 durfte das Collegium vocale voller Dankbarkeit bereits auf sein 35jähriges Bestehen zurückblicken und konnte in diesem Jahr einen besonderen Höhepunkt in seiner Chorgeschichte erleben: Am Karfreitag, dem 14. April 2017, wurde gemeinsam mit dem Düsseldorfer Kammerchor unter der Leitung von Kantor W. Abendroth erstmals Bachs „große Passion“, die Matthäuspassion, in der zentralen Stadtkirche Düsseldorfs, der evangelischen Johanneskirche, zur Aufführung gebracht. Am 18. März des kommenden Jahres soll diese großartige Komposition in identischer Chorbesetzung, gemeinsam mit dem Cölner Barock Orchester, das sich der historisch informierten Aufführungspraxis verpflichtet weiß, erneut erklingen, dann in der St. Qurinuskirche in Neukirchen-Vluyn unter der Leitung unseres Chorleiters.

Das Chorjahr klang aus mit einem Advents-/Weihnachtskonzert  am 9. Dezember 2017 in der ev. Dorfkirche Neukirchen in Neukirchen-Vluyn. Es erklangen Werke von J. S. Bach, zunächst im Gedenkjahr der Reformation die Luther-Kantate zum 1. Advent „Nun komm der Heiden Heiland“ (BWV 62) und im Anschluss die Kantaten I, III und Teile aus Kantate VI des Weihnachtsoratoriums.

 

 

Die Leitung der überregionalen Kantorei

liegt seit ihrer Gründung

im Jahr 1982 in den Händen

von Hans-Hermann Buyken

(Kamp-Lintfort).

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